PZM
Auftraggeber*in
PZM Psychiatriezentrum Münsingen AG
Auftragsart
1. Rang zweistufiges Dialogverfahren für Generalplanerteams 2019 / 2020
Nutzung
Psychiatriezentrum
Ort
Münsingen
Baujahr
2020
2026
SIA 416
13’600m3 GF
Landschaftsarchitektur
Klötzli Friedli Landschaftsarchitekten AG, Bern
Fotografie / Visualisierung
Carolina Piasecki

Das PZM wird sich auch in Zukunft stetig weiterentwickeln. Die Gebäude und das Areal müssen demzufolge eine hohe Nutzungsflexibilität bieten und sich an neue Bedürfnisse anpassen lassen. Räumlichkeiten sollen multifunktional genutzt werden können, damit die Wirtschaftlichkeit gewährleistet ist. Dabei steht immer die Versorgung und Behandlung psychisch erkrankter Menschen im Zentrum. Das Patientenhaus von 1895, ehemals „Pavillon für Halbruhige“, ist ein Teil der psychiatrischen Klinik: Ein langgestreckter Gebäudekörper über drei Geschosse in Sichtbackstein mit einem mehrteiligen Walmdach. Das Gebäude bestand aus einem Mittelbau und zwei Seitenflügeln mit Vor- und Rücksprüngen, welche reich gegliedert waren. Das heutige Erscheinungsbild wird geprägt durch die Erweiterung in den 1930er-Jahren und den Anbau aus den 1980er-Jahren des Büros Hausammann. Das Gebäude soll auf seinen Ursprung zurück gebaut werden, weil es nicht mehr den heutigen Bedürfnissen entspricht. Basierend auf dem Masterplan soll die axialsymmetrische Grundordnung sowie die arealtypische Gebäudetypologie der U-Bauten weitergeführt werden. Sie ist identitätsstiftend, weiterführend, betriebsfreundlich, kompakt und wirtschaftlich. Sie schafft introvertierte und extrovertierte Aussenbereiche.

Die Grundrisstypologie der neuen Musterstationen geht auf die Bedürfnisse der Patient*innen ein. Eine transparente und zentral gelegene Eingangssituation soll eine positive Atmosphäre schaffen und Offenheit symbolisieren. Die lichtdurchfluteten und überbreiten Gänge führen zu den Zimmern und Wohnräumen.  Die Zimmer sind auf den Park hinaus nach Osten oder Westen orientiert, ohne direkten Bezug zur Bahnlinie. Die neuen Zimmer sind Rückzugsorte der Patient*innen, die durch ihren modernen Charakter und die angenehme Raumatmosphäre an ein schönes Hotelzimmer erinnern. Der Neubau, eine Neuinterpretation einer einbündigen Gebäudetypologie, wird das Areal positiv verändern und ordnet sich in die neue Umgebung mit seiner U-Volumetrie ein und ergänzt die bestehende Situation. Das Gebäude soll mit seinem offenen und geschlossenen Charakter die Situation auf dem Areal verbessern und durch seine vertrauten Elemente eine positive Stimmung vermitteln.

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