CFF bâtiment de services, Genf
Auftraggeber*in
CFF SA Immobilier, Développement Gares, Lausanne
Auftragsart
4. Rang Projektwettbewerb im einstufigen Verfahren
Programm
Abbruch und Neubau
Nutzung
Büro
Ort
Genf
Baujahr
Wettbewerb
SIA 416
15'300 m2 | 66'250 m3
Architektur
mrh architektur ag
Landschaftsarchitektur
Fotografie / Visualisierung
PLAY-TIME Barcelona
Texte
Rea Wittwer

CFF Genf – Vermittler zwischen Bahnhof, Stadt und Landschaft

 

Zwischen Bahnhof, Stadtquartier und der offenen Landschaft des Genfer Beckens entsteht ein Gebäude, das unterschiedliche Massstäbe und Bewegungen zu einem städtischen Ganzen verbindet. Der Neubau versteht den Ort als Schnittstelle zwischen Mobilität, Wohnen und Arbeiten und entwickelt daraus eine eigenständige architektonische Identität.

 

Die Lage ist geprägt vom dichten Strassenraum der Rue des Gares, den weitläufigen Gleisanlagen und den Fernblicken auf Jura und Alpen. Der Entwurf übersetzt diese räumlichen Gegensätze in einen klar gegliederten Baukörper. Seine gestaffelte Silhouette reagiert auf den Massstab des Quartiers, während die markante Stirnfassade den Bahnhof räumlich fasst und seine Präsenz im Stadtraum stärkt.

 

Die Architektur entwickelt sich aus den Bewegungen des Ortes. Zum Quartier orientieren sich die Fassaden am städtischen Strassenraum, zu den Gleisen öffnen sich Gebäudestruktur und Erschliessung mit weiten Blicken in die Landschaft. So vermittelt der Neubau zwischen den dynamischen Infrastrukturen des Bahnhofs und den ruhigeren Wohnstrukturen der Umgebung und schafft einen selbstverständlichen Übergang zwischen beiden.

 

Im Erdgeschoss entstehen am Place des Gares lebendige Adressen, die den öffentlichen Raum aktivieren und die Verbindung zwischen Bahnhof und Quartier stärken. Darüber ermöglichen flexibel organisierte Grundrisse eine langfristige Mischung aus Wohnen und Arbeiten. Die robuste Gebäudestruktur schafft die Voraussetzung für zukünftige Nutzungsanpassungen, ohne die räumliche Qualität zu beeinträchtigen.

 

Nachhaltigkeit versteht der Entwurf als räumliche und konstruktive Qualität. Anpassungsfähige Grundrisse, eine klare Tragstruktur und dauerhafte Nutzungsflexibilität bilden die Grundlage für einen langlebigen Stadtbaustein. Architektur und öffentlicher Raum ergänzen sich zu einem identitätsstiftenden Ensemble, das den Place des Gares stärkt und den Bahnhof selbstverständlich mit seinem Umfeld verknüpft.

Der Neubau verbindet Bahnhof, Quartier und Landschaft zu einem zusammenhängenden Stadtraum. Aus der Überlagerung unterschiedlicher Nutzungen, Bewegungen und Massstäbe entsteht ein prägender Stadtbaustein, der den öffentlichen Raum stärkt und einen selbstverständlichen Ort zum Wohnen, Arbeiten und Ankommen schafft.

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