Was ist wichtig, damit aus einem heterogenen Verwaltungsareal ein Campus mit Identität und Aufenthaltsqualität wird? Und wie lassen sich bei einer solchen Arealentwicklung neue Verwaltungsgebäude selbstverständlich mit den bestehenden Altbauten verbinden? Diese Fragen zu Städtebau und Arealentwicklung standen beim Neubau des Verwaltungsgebäudes für das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Liebefeld bei Bern im Zentrum.
Mit dem Architekturwettbewerb im 2007 für den Vollausbau dieses Areals fiel der Startschuss für die Planung einer neuen Verwaltungseinheit – ausbau- und entwicklungsfähig in den nächsten 20 bis 30 Jahren. Ziel war es, das Ensemble aus geschützten Altbauten und neuen Verwaltungsbauten zu einem klar lesbaren Campus der Bundesverwaltung zu verdichten.
Der BAG Neubau mit 840 modernen Arbeitsplätzen ist wichtiger Teil der übergeordneten Arealentwicklung «Campus Liebefeld». Die neuen Baukörper nehmen Rücksicht auf Massstab und Charakter der historischen Bauten und übersetzen diese in eine zeitgemässe Architektur. Die klaren Raumkanten der Neubauten fassen zusammen mit den bestehenden Gebäuden neue Plätze und Wegverbindungen.
Zentraler Freiraum ist der dichte Baumpark, als landschaftliche Klammer bindet er das gesamte Areal zusammen. Zahlreiche öffentliche Wege durchziehen den Campus. Dies macht das Areal zugänglich. Die Gebäude sind klarer adressiert und besser auffindbar.
Begrünte Höfe mit viel Tageslicht schaffen erholsame Oasen und ermöglichen ruhigen Rückzug. Auf Gartengeschossebene ist der Neubau durch ein feinmaschiges Netz von Wegen und Plätzen verbunden. Hier befinden sich Räume für Konferenzen und Verpflegung,welche über den zentralen Empfang im Pavillon erschlossen sind.
Mit jedem neuen Bürogebäude wächst das Verbindungsgeschoss weiter und ergänzt die Verwaltung mit den benötigten Infrastrukturen. Die Realisierung legt grossen Wert auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Der Neubau erfüllt die vom Bundesamt für Energie (BFE) vorgegebenen Anforderungen des Standards Minergie-P-ECO vollumfänglich und setzt hohe Massstäbe hinsichtlich Energieeffizienz, Bauökologie und Nutzungskomfort.
Dieses Projekt ermöglicht ein städtebauliches Gefüge, das Bestand und Neubau selbstverständlich verbindet und dem Campus Liebefeld eine klare, langfristige Identität verleiht.











